NABU lehnt Jagdverband-Vorschlag zur Bekämpfung der Schweinepest ab

(28.02.2018) Der Deutsche Jagdverband hat sich in einem jetzt vorgestellten Sechs-Punkte-Plan zur Bekämpfung und Vorbeugung der Afrikanischen Schweinepest für die Aufhebung von Jagdverboten in Naturschutzgebieten ausgesprochen.

Dazu sagt NABU Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Naturschutzgebiete bilden das Rückgrat des Naturschutzes in einer immer naturfeindlicheren Umgebung.

NABU Bestehende Beschränkungen der Jagd in diesen Gebieten wurden mit gutem Grund erlassen, um sensible Lebensräume vor Störungen zu schützen.

Wenn der Jagdverband als anerkannter Naturschutzverband nun ausgerechnet in Schilfgürteln und Bruchwäldern die Jagd intensivieren will, wendet er sich gegen die Grundüberzeugungen des Naturschutzes.

Der Kampf gegen die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest wird nicht über die Jagd in Schutzgebieten gewonnen, sondern durch konsequente Kontroll- und Hygienemaßnahmen an Verkehrswegen und in landwirtschaftlichen Betrieben.

Wenn die organisierte Jägerschaft die Wildschweinpopulation wirklich reduzieren will, sollte sie mit den naheliegenden Dingen beginnen und in den eigenen Reihen einen grundsätzlichen Verzicht auf Wildfütterungen durchsetzen.“



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