Ausbruch von Salmonella in mehreren Ländern

(02.11.2016) Sieben Länder haben zwischen dem 1. Mai und 12. Oktober 2016 (112 bestätigte und 148 wahrscheinliche) Fälle von Salmonella Enteritidis beim Menschen gemeldet.

Die Fälle wurden aus Belgien, Dänemark, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und dem Vereinigten Königreich berichtet. Darüber hinaus meldete Kroatien ein Cluster von Fällen, darunter ein Todesfall, die möglicherweise mit dem vorgenannten Ausbruch im Zusammenhang stehen.

EFSA Dank Ganzgenomsequenzierung, Lebensmittel- und Umweltuntersuchungen sowie Rückverfolgungsuntersuchungen konnte ein Zusammenhang zwischen dem Ausbruch und einer Eierpackstelle in Polen hergestellt werden. Die vorliegenden Erkenntnisse weisen auf Eier als die wahrscheinlichste Infektionsquelle hin.

Die zuständigen polnischen Behörden und die Mitgliedstaaten, in welche die verdächtigten Eier geliefert wurden, haben nun den Vertrieb eingestellt.

Um den Ausbruch einzudämmen und mögliche neue Fälle umgehend zu erkennen, empfehlen das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und die EFSA den EU-Mitgliedstaaten, ihre Überwachung zu intensivieren.

Die betroffenen Länder sollten den Austausch von Informationen über epidemiologische, mikrobiologische und ökologische Untersuchungen fortsetzen, einschließlich der Herausgabe relevanter Meldungen über das Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (Rapid Alert System for Food and Feed – RASFF) sowie das Frühwarn- und Reaktionssystem (Early Warning and Response System – EWRS), den offiziellen Kanal für Benachrichtigungen zu schwerwiegenden grenzüberschreitenden Gesundheitsbedrohungen.

Um das Ausmaß und die Schwere dieses Ausbruchs im Auge zu behalten, sollten neue Fälle auch an das Epidemic Intelligence Information System für durch Lebensmittel und Wasser übertragbare Krankheiten (EPIS-FWD) gemeldet werden.

Link: Joint Rapid outbreak assessment – Multi-country outbreak of Salmonella Enteritidis


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