Andrea Ladinig ist neue Professorin der Universitätsklinik für Schweine

(02.08.2017) Mit Andrea Ladinig leitet seit heute, 1. August 2017, eine „Campus-Insiderin“ die Universitätsklinik für Schweine als neue Professorin.

Die gebürtige Kärntnerin hat Veterinärmedizin am Campus studiert und neben dem Doktorat auch die Ausbildung zum Diplomate im Fach Schweinemedizin an der Vetmeduni Vienna abgeschlossen.


Andrea Ladinig ist neue Professorin der Universitätsklinik für Schweine
Durch einen mehrjährigen Auslandsaufenthalt hat sich Ladinig internationale Fachkenntnisse in der Infektionsmedizin beim Schwein angeeignet. Als Spezialistin für Krankheiten wie PRRSV ist sie seitdem in zahlreichen Kooperationen, wie dem EU-PIG Konsortium, beteiligt.

Am Campus ist Ladinig als langjährige Mitarbeiterin der Klinik bestens in interdisziplinären Forschungsgruppen integriert, sowie mit praktizierenden TierärztInnen und LandwirtInnen effizient vernetzt.

Seit heute, 1. August 2017, hat Andrea Ladinig die Leitung der Universitätsklinik für Schweine der Vetmeduni Vienna übernommen. Mit der neuen Professorin wurde nicht nur eine Spezialistin für Schweinemedizin und eine, als Diplomate, international anerkannte Fachtierärztin berufen, sondern eine Alumna, die ihre Karriere erfolgreich am Campus aufgebaut hat.

„Schwein gehabt“ für die Universität

Nach ihrem Abschluss als Veterinärmedizinerin begann Ladinig ihre Karriere als klinische Forscherin im Bereich Infektionsmedizin beim Schwein mit dem Doktorat am Institut für Pathologie und gerichtliche Veterinärmedizin.

Anschließend war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Schweineklinik engagiert und startete dort auch ihre Residency, die postdoktorale Ausbildung zum Diplomate.

Eine gleichzeitig angebotene, dreijährige Forschungsstelle an der University of Saskatchewan, Kanada, nutzte Ladinig jedoch zur Vertiefung ihres Forschungsschwerpunkts im Bereich der genomischen Analyse von infektiösen und nichtinfektiösen Krankheiten der Schweine. 

Damit konnte sie sich in einem internationalen Fachkreis vor allem dem viral verursachten porzinen Reproduktions- und Atemwegssyndrom der Schweine, dem Porcine Reproductive and Respiratory Syndrom Virus (PRRSV), widmen.

Nach ihrer Rückkehr setzte Ladinig ihre Residency fort und schloss die Ausbildung zum international anerkannten Fachtierarzt 2016 erfolgreich ab. Im darauffolgenden Jahr folgte mit der Habilitation die Lehrbefugnis im Fach Schweinemedizin.

Neben der theoretischen Ausbildung engagiert sich Ladinig vor allem in den Vertiefungsübungen am Ende der tiermedizinischen Ausbildung, den sogenannten Modulen, für eine präzise, aber anwendbare, praktische Ausbildung der Studierenden.

Erfolge durch Zusammenarbeit mit praktizierenden TierärztInnen und Schweinebetrieben

Nun hat die geborene Kärntnerin mit der Berufung als Professorin an ihrer Alma Mater nicht nur einen weiteren Meilenstein ihrer Karriere erreicht.

Die Wahl der langjährigen, wissenschaftlichen Klinikmitarbeiterin, die als Assistenzprofessorin bereits administrative Erfahrung gesammelt hat, bringt außerdem Vorteile für die reibungslose Weiterarbeit der klinischen Abteilung.

Ein Einarbeiten und eine Kennenlernphase kann die neue Leiterin überspringen. Ihr „Insiderwissen“ garantiert ihr einen übergangslosen Start und mit ihrer neuen Aufgabe stärkt Ladinig laufende und zukünftige Kooperationen am und außerhalb des Campus.

Außerdem kann Ladinig bei der Zusammenarbeit mit praktizierenden TierärztInnen und LandwirtInnen auf ein bereits bestehendes und gutes Verhältnis aufbauen. „Die Vertrauensbasis und ein effizientes Zusammenarbeiten mit Praktikerinnen und Praktikern, sowie den österreichischen Schweinebetrieben ist ein grundlegender Baustein unserer Klinik und unserer Forschungsarbeit“, so die neue Professorin. „Dieses Verhältnis gilt es weiter zu erhalten und natürlich zu verbessern.“

Verbesserungen sieht Ladinig noch bei der Zusammenarbeit mit nationalen Gremien und Ministerien, wenn es um das Thema Schweinegesundheit geht. „Unsere Expertise wird zwar geachtet und auch angefragt, aber wir können und wollen uns gerne weiter in Entscheidungsprozesse involvieren.

Gerade bei akuten Themen wie etwa der afrikanischen Schweinepest oder ähnlichen epidemiologisch wichtigen Infektionskrankheiten können wir als Bindeglied zwischen Grundlagen-, klinischer Forschung und der öffentlichen Hand helfen.“




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