Positionspapier der SVK zur Leishmaniose

(19.07.2017) Die Leishmaniose ist zu einer der häufigsten Reiseerkrankungen beim Hund in Mitteleuropa geworden. Grund ist die zunehmende Reiseaktivität mit Hunden sowie der vermehrte Import von Hunden aus Regionen, in denen die Krankheit verbreitet ist.

Die Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin (SVK) macht anlässlich der Ferienzeit auf die steigende Anzahl der Leishmaniose-Fälle in Europa aufmerksam.

SVK Aus Sicht der Tiermedizin ist vor allem die Leishmaniose des Hundes von Bedeutung, seltener sind Katzen und andere Tierarten betroffen. Die Krankheit kann auch auf Menschen übertragen werden. Verursacht wird sie durch einzellige Blutparasiten, die Leishmanien.

Diese werden durch den Stich blutsaugender Sand- oder Schmetterlingsmücken übertragen, welche in Südeuropa verbreitet vorkommen. Leishmania-Infektionen können bei Hunden zu chronischen, schweren Erkrankungen führen, welche – unbehandelt – tödlich verlaufen.

In der Schweiz lebende Hunde sollten nicht in Regionen mitgenommen werden, in denen die Leishmaniose vorkommt. Lässt sich dies nicht vermeiden, sind unbedingt Massnahmen zur Verhinderung von Stichen zu ergreifen. Dazu gehören Mückennetze und der Einsatz von Insektiziden mit Geruchswirkung.

Geeignete Präparate sind in der Tierarztpraxis erhältlich. Adulte Sandmücken sind dämmerungs- und nachtaktiv, daher sollten die Hunde nach Einbruch der Abenddämmerung im Haus gehalten werden. In der Schweiz ist seit kurzer Zeit auch eine Impfung gegen die Krankheit zugelassen.

Strassenhunde, streunende Katzen oder Tiere aus Tierheimen in südlichen und östlichen Feriengebieten mit nach Hause zu bringen oder von Organisationen, die sie in die Schweiz importieren, zu übernehmen, ist sehr riskant.

Tiere in diesen Regionen sind häufig mit Parasiten wie Leishmanien befallen, obwohl sie noch keine Symptome zeigen.

Mehr Informationen sind im aktuellen Positionspapier der SVK zur Leishmaniose zu finden!


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