Monitoring häufiger Brutvögel: Ein Vierteljahrhundert eines “Fiebermessers” der Natur

(15.05.2024) Seit 25 Jahren zählen jeden Frühling Hunderte Freiwillge für die Schweizerische Vogelwarte im ganzen Land die brütenden Vögel. Dank diesem Überwachungsprogramm weiss die Vogelwarte, wie sich die Bestände unserer Brutvögel entwickeln und kann langfristige Trends aufzeigen.


Monitoring häufiger Brutvögel: Vogelbeobachter

Diese “Fieberkurven” sind ein wichtiges Instrument für den Naturschutz in der Schweiz.
Die Überwachung der Bestände unserer Brutvögel ist eine zentrale Aufgabe der Schweizerischen Vogelwarte. 

Aus diesem Grund hat sie 1999 das „Monitoring häufige Brutvögel“ (MHB) ins Leben gerufen. Jedes Jahr zählen Freiwillige auf 267 über das ganze Land verteilten Quadratkilometern systematisch alle Vögel, die sie zur Brutzeit sehen oder hören. 

Daraus lässt sich die Bestandsentwicklung für alle häufigeren Vogelarten für das ganze Land hochrechnen.

Dadurch werden Rückgänge häufiger Arten sichtbar: In den letzten 25 Jahren ist zum Beispiel der Bestand des Grünfinken nach und nach um rund einen Drittel zurückgegangen.

 Andere Arten wie die Tannenmeise zeigen dagegen sehr starke jährliche Schwankungen, langfristig bleibt ihr Bestand aber stabil. Nur dank der Jahr für Jahr systematisch durchgeführten Erhebungen können solche Aussagen gemacht und bedrohliche Entwicklungen von unbedenklichen kurzfristigen Fluktuationen unterschieden werden.

„Mit der fundierten und umfassenden Datengrundlage des MHB können wir aufzeigen, wie sich die Bestände der einzelnen Brutvogelarten langfristig entwickeln“, erläutert Samuel Wechsler.

Der Zustand der Vogelwelt widerspiegelt nämlich den Umgang des Menschen mit der Natur. Das Wissen aus dem MHB dient also auch als „Fiebermesser“ für die Natur allgemein und ist deshalb ein wichtiges Instrument für den Naturschutz in der Schweiz.



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