Der Nationalrat will billigere Medikamente für Tiere in der Schweiz

(21.06.2014) Der Nationalrat hat am 17. Juni 2014 den Bundesrat mit entsprechenden Schritten beauftragt, indem er eine Motion von Jean-Paul Gschwind (CVP/JU) mit 96 zu 80 Stimmen annahm.

Jean-Paul Gschwind beklagte, dass Medikamente für Tiere in der Schweiz wesentlich teurer seien als in der EU. Ein Preisvergleich unter 28 Medikamenten habe ergeben, dass Schweizer Veterinäre und Apotheker 70 Prozent mehr zahlen müssten, sagte der praktizierende Tierarzt und Nationalrat. Das verteuere den Bauern die Produktion.

Auch der Preisüberwacher habe das Preisgefälle schon kritisiert. Der Bundesrat müsse nun auf Gesetzesebene dagegen vorgehen.

So könnten etwa Tiermedikamente, die in der EU zugelassen sind, auch in der Schweiz zugelassen werden, und die Kontrollstelle Swissmedic könnte die Einfuhrvorschriften lockern.

Bundesrat Alain Berset bestritt die höheren Preise nicht. Der Bundesrat habe nach dem Bericht des Preisüberwachers Massnahmen eingeleitet, so dass die Motion eigentlich erfüllt sei.

Zudem habe die Landesregierung neben den Bauern auch das Tierwohl und die Nahrungsmittelsicherheit im Auge. Dabei erwähnte Berset Antibiotikaresistenzen.



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