Das weltberühmte „Weiße Ballett der Lipizzaner“ geht auf Tournee in die Schweiz!

(07.06.2016) Kurz vor dem wohlverdienten Sommer-Urlaub, den die beliebten weißen Hengste ab Ende Juni am Heldenberg im niederösterreichischen Weinviertel genießen, treten sie noch eine Reise an: mit rund fünf Tonnen Gepäck fahren sie in die Schweiz, um die Hohe Schule der Klassischen Reitkunst bei drei Tourneeveranstaltungen in Zürich zu präsentieren und die Schweizer mit ihrem „Weißen Ballett“ zu bezaubern.

Andrä Rupprechter, Bundesminister für Land-, Forst-, Umwelt und Wasserwirtschaft: „Mit den Tourneen tragen die Lipizzaner die einzigartige Tradition der klassischen Reitkunst als kulturelle Botschafter unseres Landes in alle Welt hinaus.


Weiße Ballett der Lipizzaner

Die weißen Hengste und die Spanische Hofreitschule sind Teil der Identität Österreichs und ein hervorragendes Beispiel für Best of Austria.“ Die prachtvollen Events finden – nach etwas Eingewöhnungszeit und der Generalprobe vor Ort – am 10., 11. und 12. Juni 2016 statt.

Die Spanische Hofreitschule reist seit 91 Jahren um den Globus, um die Hohe Schule der Klassischen Reitkunst zu präsentieren

1925 ging die Spanische Hofreitschule erstmals auf Tournee: nach Berlin.

Seit damals sind die Bereiter mit ihren berühmten weißen Lipizzanerhengsten regelmäßig auf Reisen, um auf der ganzen Welt die Hohe Schule der Klassischen Reitkunst zu präsentieren.

Jede Tournee bedarf intensiver Vorbereitungsarbeiten. Insgesamt etwa 5 bis 6 Tonnen Materialaufwand – von den Reituniformen der Bereiter bis zur Ledernadel für Sattelreparaturen – werden in ca. 90 eigene Tourneekisten verpackt.

Dazu zählen natürlich auch die prächtigen weißen Hirschledersättel für die Vorführungen, Trainingssättel für die Aufwärmarbeit zwischen den Auftritten, Trensen-, Kandaren- und Goldzäume, sowie diverses Ersatz- und Reparaturmaterial, falls etwas beschädigt werden sollte.

Pro Hengst sind auch noch Decken, Bürsten und sonstige Pflegeutensilien zu berücksichtigen, zu verpacken und zu transportieren.

Auch das Spezialmüsli für die Hengste wird mitgenommen, da dadurch die Gefahr von Verdauungsproblemen durch eine plötzliche Futterumstellung vermieden wird.

Allein 500 kg Pferdemüsli in bester Lebensmittelqualität sind pro Woche einzuplanen. Heu, Hafer und Stroh – jeweils in der Größenordnung von 1 bis 2 Tonnen pro Woche – sowie Äpfel und Karotten werden am Auftrittsort zur Verfügung gestellt.

Sogar die so genannten Pilaren – die beiden beflaggten Säulen, die in der barocken Winterreitschule in der Mitte der Reitbahn stehen – werden mitgenommen, eigene Bodenplatten zur Montage und die dazu gehörigen rot-weiß-roten Fahnen inklusive.

Die Lipizzanerhengste werden jeweils zu sechst in eigens adaptierten Pferdetransportern befördert – mit Videoüberwachung, Luftfederung und einem speziellen Bodenbelag, der die Gelenke bei Erschütterungen schont. Die Pferdepfleger reisen gemeinsam mit ihren Schützlingen.

www.srs.at und www.fete-imperiale.at



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