Landwirtschaftliche Einkommen in der Schweiz sinken 2010

(21.04.2011) Erste Trendschätzungen für das Jahr 2010 zeigen ein tieferes landwirtschaftliches Einkommen als im Vorjahr. Gemäss den provisorischen Ergebnissen beträgt das Einkommen pro Betrieb rund 56 000 Franken gegenüber 60 000 im Jahr zuvor.

Sinkende Produzentenpreise und tiefere Erträge können nicht aufgefangen werden durch höhere Direktzahlungen und tiefere Kosten. Der Arbeitsverdienst je Familienarbeitskraft wird auf knapp 40 000 Franken geschätzt.

Die provisorischen Ergebnisse der Zentralen Auswertung von Buchhaltungsdaten der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART zeigen erste Trends für 2010 auf. Die Rohleistung nimmt im Durchschnitt der Betriebe gegenüber 2009 ab.

Aufgrund ungünstiger Marktsituationen ist dies im Wesentlichen auf tiefere Preise für Schweine, Milch, Getreide und Zuckerrüben zurückzuführen.

Zudem erreichen die Erträge im Pflanzenbau nicht mehr das hohe Niveau des Vorjahres. Das Direktzahlungssystem wurde 2010 angepasst, was zu leicht höheren Direktzahlungen pro Betrieb führt. Zudem nehmen die beitragsberechtigten Flächen gemäss Öko-Qualitätsverordnung zu.

Die Fremdkosten pro Betrieb nehmen gegenüber dem Vorjahr ab. Dies liegt unter anderem an tieferen Preisen für Dünger, Kraftfutter und Treibstoff. Für Tierzukäufe fallen weniger Kosten an, weil die Preise für Nutzvieh und Ferkel tiefer liegen als im Vorjahr.

Das landwirtschaftliche Einkommen liegt gemäss den provisorischen Ergebnissen 2010 bei durchschnittlich 55 600 Franken je Betrieb (-7,8 Prozent gegenüber 2009). Dieses Einkommen entschädigt die familieneigene Arbeit und das Eigenkapital.

Der Arbeitsverdienst je Familienarbeitskraft sinkt mit 4,6 Prozent weniger stark, weil der Zins für das Eigenkapital markant zurückgegangen ist (Methodische Grundlagen). Er beträgt gemäss der Trendschätzung 2010 durchschnittlich 39 300 Franken je Familienarbeitskraft.

Für eine Auswertung nach Regionen oder Betriebstypen ist die aktuell verfügbare Datenbasis nicht ausreichend. Die definitiven Ergebnisse werden anfangs September 2011 publiziert



Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

Schweizerische Vereinigung für Schweinemedizin

Weiterbildung zum Fertigkeitszeugnis "Integrierte Tierärztliche Bestandesbetreuung Basisstufe Schwein" (ITB-I GST)

Die Schweizerische Vereinigung für Schweinemedizin bietet am 19. und 20. März 2019 den Kurs "Integrierte Tierärztliche Bestandesbetreuung (ITB-I) in Schweinezucht- und Schweinemastbeständen an.
Weiterlesen

Stiftung für das Tier im Recht (TIR)

Massive kantonale Unterschiede bei der Verfolgung von Tierschutzdelikten

Gemäss der aktuellen Jahresanalyse der Stiftung für das Tier im Recht (TIR) musste im Jahr 2017 zum ersten Mal seit 2004 ein signifikanter Einbruch der Anzahl Tierschutzstrafverfahren verzeichnet werden
Weiterlesen

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV

Tierschutzbericht 2018 ist online

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV veröffentlicht den Tierschutzbericht 2018 zum ersten Mal nur online
Weiterlesen

Neue Ausbildung zur/m Tiermedizinischen Dentalassistentin/en (TDA); Bildquelle: Veronica Caimi

Neue Ausbildung zur/m Tiermedizinischen Dentalassistentin/en (TDA)

Anfang November 2018 durften zwölf Teilnehmer und Teilnehmerinnen ins erste Modul der neuen Ausbildung zur Tiermedizinischen Dentalassistentin/en (TDA) starten
Weiterlesen

Schweizerischer Bundesrat

Antibiotikaresistenzen bei Tieren: Gezielte Massnahmen dank neuem Informationssystem

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 31. Oktober 2018 die Verordnung über das Informationssystem Antibiotika in der Veterinärmedizin (ISABV-V) verabschiedet
Weiterlesen

Strategie Antibiotikaresistenzen

Bund startet Kampagne zum Umgang mit Antibiotika

«Nutze sie richtig, es ist wichtig» - Die Wirksamkeit von Antibiotika für Mensch und Tier erhalten und Resistenzen vermindern: Das sind die beiden wichtigsten Ziele der nationalen Strategie Antibiotikaresistenzen StAR
Weiterlesen

KLEINTIER Davos 2017

KLEINTIER Davos 2018: Fieber - entzündlich, infektiös oder immunbedingt?

Iwan Burgener hat für diese Veranstaltung vom 6. bis 8.12.2018 Dr. Cristina Perez-Vera und Dr. Stephanie Nather als Instruktoren eingeladen - Ende der Frühbucherfrist am 25.10.2018!
Weiterlesen

Ein helvetischer Bergler: Birkhahn vor dem Matterhorn im Film "Welcome to Zwitscherland ; Bildquelle: Marc Tschudin, filmarc GmbH

Im Kino: Welcome to Zwitscherland!

Am 1. November kommt der Film „Welcome to Zwitscherland – Wie das Land, so die Vögel“ von Marc Tschudin in die Schweizer Kinos
Weiterlesen

Magazin

Firmennews

Neuerscheinungen