Futtermittel-Sicherheit: Keine Radioaktivität in Fischmehl

(13.09.2011) Nach dem Fukushima-Reaktorunfall in Japan hat die amtliche Futtermittelkontrolle an der Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP-Haras vorsorglich die Radioaktivität in Fischmehl analysieren lassen.

Sämtliche untersuchten Proben ergaben vernachlässigbare Werte, das Fischmehl kann problemlos als Futtermittel verwendet werden.

Nach dem Fukushima-Reaktorunfall am 11. März 2011 war die Besorgnis, dass radioaktiv verstrahlte Lebens- und Futtermittel in die Schweiz importiert werden gross.

Fachspezialisten  der Bundeseinheit NAZ – ENSI überwachten "non-food"-Artikel, wozu auch Fischmehl gehört.

Da allerdings seit längerer Zeit kein Fischmehl aus Japan direkt in die Schweiz importiert wurde, wurden unmittelbar nach dem Unfall keine Kontrollen bei Fischmehl durchgeführt.

Als Vorsorgemassnahme und um die Rückverfolgbarkeit von in der Schweiz vermarktetem Fischmehl zu überprüfen, hat ALP-Haras importierte Fischmehle kontrolliert. Die Auswertung der Handelsströme zeigte, dass Fischmehle verschiedener Herkunft vermischt werden. Grosse Mengen werden aus dem Pazifikraum (Peru, Chile) nach Europa gebracht und in verschiedenen Mitgliedstaaten vermischt, weiterverarbeitet und in die Schweiz exportiert.

Sonderkampagne

Zwischen dem 1. Februar und 23. Mai 2011 wurden mehr als 870 Tonnen Fischmehl in die Schweiz eingeführt.

Davon stammten ca. 442 Tonnen entweder aus Deutschland oder aus Peru. Die Futtermittelkontrolle ALP-Haras hat zwischen dem 20. und 29. Juni in 5 Betrieben Proben erhoben. Die überprüften Fischmehle stammten aus  Deutschland, Norwegen, Marokko, Südamerika und Dänemark.

Keine Radioaktivität

Die Untersuchung der Proben erfolgte im Kantonslabor Bern. Die Resultate zeigen, dass sämtliche Proben ähnlich hohe, vernachlässigbare Strahlen-Werte aufwiesen. Keine Probe erreichte nur annähernd die in der Fremd- und Inhaltsstoffverordnung (FIV, SR 817.021.23) festgelegten Höchstwerte.

Die Überprüfung der Fischmehle hat gezeigt, dass diese problemlos als Futtermittel verwendet werden können, also kein Risiko einer radioaktiven Kontamination mit Fischmehl in der Tierproduktion besteht.



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