Erzeugnisse aus illegaler Fischerei sind ab 1. März 2017 verboten

(23.04.2016) Künftig dürfen nur noch Meeresfischereierzeugnisse in die Schweiz eingeführt werden, deren rechtmässige Herkunft gewährleistet ist. Der Bundesrat setzt das Inkrafttreten einer neuen Verordnung, die zu einer nachhaltigen Nutzung der weltweiten Fischbestände beitragen soll, am 1. März 2017 in Kraft.

Mit der Verordnung wird die vom Parlament angenommene Motion «Keine Erzeugnisse aus illegaler Fischerei auf dem Schweizer Absatzmarkt» (09.3614) erfüllt. In der Europäischen Union ist die Einfuhr von Erzeugnissen aus illegaler, nicht gemeldeter oder nicht regulierter Fischerei bereits seit 2010 verboten.

In Zukunft können Meeresfischereierzeugnisse nur dann gewerbsmässig eingeführt werden, wenn sie rechtmässiger Herkunft sind und dies mit den erforderlichen Begleitdokumenten belegt wird. Sendungen aus Staaten mit einer effektiven behördlichen Überwachung der Fischerei können weiterhin kontroll- und gebührenfrei in die Schweiz eingeführt werden.

Zurzeit gehören die Mitgliedstaaten der EU und der EFTA sowie bspw. die USA, Kanada und Australien zu diesem Kreis. Rund 85 bis 90 Prozent der eingeführten Fischereierzeugnisse stammen aus diesen Ländern.

Mit diesen Massnahmen soll ein Beitrag zur dauerhaften Erhaltung der Fischereiressourcen geleistet werden. Heute besteht bei mehreren Fischarten die Gefahr einer Überfischung und somit eines Zusammenbruchs der Bestände. Mit der Unterbindung des Handels mit illegalen Fischereierzeugnissen können die Einfuhrländer massgeblich zum Schutz der Fischbestände beitragen.


Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

Schweiz

Abkommen über die Fischerei im Langen- und Luganersee sowie in der Tresa: Änderungen genehmigt

Am 11. Dezember 2015 hat der Bundesrat Änderungen zum Abkommen zwischen der Schweiz und Italien über die Fischerei in den schweizerisch-italienischen Gewässern genehmigt
Weiterlesen

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen

Erzeugnisse aus illegaler Fischerei sollen verboten werden

Um einen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung der weltweiten Fischbestände zu leisten, wird derzeit auf der Grundlage des Bundesgesetzes über den Verkehr mit Tieren und Pflanzen geschützter Arten eine neue Verordnung ausgearbeitet
Weiterlesen

Bundesamt für Umwelt BAFU

Fischerei und Kormorane: Weniger Fangverluste und Schäden als angenommen

Kormorane verursachen weniger Schäden an den Netzen der Berufsfischer als bisher angenommen. Auch die Verluste der Fischereierträge sind weniger hoch als angenommen. Eine Studie im Auftrag des Bundesamts für Umwelt BAFU hat Methoden zur Erkennung von Kormoranschäden untersucht und effektive Kormoranschäden ermittelt
Weiterlesen

oben: Grunder Coregonus duplex, unten: Hägling Coregonus heglingus; Bildquelle: EAWAG

Seendüngung bringt Fischarten zum Verschwinden

Die Überdüngung der Schweizer Seen hat die Zahl der einzigartigen einheimischen Felchenarten innert kurzer Zeit um fast 40% reduziert
Weiterlesen