Zeitgemässes Informationssystem für den Datenaustausch im öffentlichen Veterinärwesen

(10.06.2014) Die kantonalen und nationalen Veterinär-Behörden müssen auf ein sicheres gemeinsames Informationssystem zugreifen können, damit Tiergesundheit, Tierschutz und Lebensmittelsicherheit gewährleistet sind. Der Bundesrat hat die Verordnung über die Informationssysteme für den öffentlichen Veterinärdienst modernisiert.

Für die Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit, des Tierschutzes und der Tiergesundheit sind auf Stufe Bund und auf Stufe Kantone über 60 verschiedene Dienststellen verantwortlich: Landwirtschaftsämter, Veterinärdienste, Laboratorien und Lebensmittelkontrollstellen.

Sie überwachen gemeinsam die Sicherheit aller Produktionsstufen entlang der Lebensmittelkette - vom Stall bis auf den Teller. Diese Dienststellen vernetzen sich in einem leistungsfähigen Daten-System, welches in der aktualisierten ISVet-Verordnung geregelt ist.

Gegenstand der revidierten Verordnung sind das Informationssystem für Vollzugsdaten des öffentlichen Veterinärdienstes (ASAN) und das Informationssystem für Labordaten (ALIS).

Beide werden vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) betrieben und sind Subsysteme des gemeinsamen zentralen Informationssystems entlang der Lebensmittelkette.

Der Inhalt der Informationssysteme beschränkt sich auf Daten, die zur Erfüllung der Aufgaben von Bund und Kantonen in den Bereichen Tierseuchen, Tierschutz und Lebensmittelhygiene erforderlich sind.

Die Systeme können zum Beispiel für Kontrollen der Lebensmittelsicherheit in der Primärproduktion, für Bewilligungen und Kontrollen von Tierhaltungen nach Tierseuchenrecht und für die Übermittlung von Seuchenmeldungen genutzt werden.

Welche Informationen in diesen Systemen erfasst werden müssen, ist in verschiedenen Verordnungen festgehalten. Diese müssen angepasst werden.

Das Informationssystem für Vollzugsdaten des öffentlichen Veterinärdienstes (ASAN) dient zusätzlich der Abwicklung von Vollzugsprozessen sowie der Geschäftsverwaltung der Kantone, z.B. für Statistiken und für die Verwaltung von Pendenzen.

Es ermöglicht schon heute die Kontrolle der Prozesse und dient als Führungsinstrument der Kantonstierärztinnen und Kantonstierärzte.

Die neue Verordnung tritt am 1. Juli 2014 in Kraft.



Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

Luna&Filou

Luna&Filou: Zum Wohl der Katzen

Zum Welttiertag am 4. Oktober lanciert eine breite Allianz eine neue nationale Kampagne zum Wohl der Katzen.
Weiterlesen

Schweiz

Zoonosenbericht 2017 erschienen

Die am häufigsten verzeichneten Zoonosen beim Menschen bleiben auch 2017 Campylobacteriose und Salmonellose
Weiterlesen

Schweiz

Tierversuche 2017: Anzahl der eingesetzten Versuchstiere gesunken

Im Jahr 2017 wurden in der Schweiz 614 581 Tiere für Tierversuche eingesetzt. Dies entspricht einem Rückgang um 2,4 % gegenüber dem Jahr 2016
Weiterlesen

Schweiz

Tierschutz: von den Kantonen gemeldete Strafverfahren 2017

Nach einem kontinuierlichen Anstieg in den letzten Jahren hat die Anzahl der gemeldeten Strafverfahren 2017 erstmals abgenommen
Weiterlesen

Gesamtmenge der verkauften Antibiotika; Bildquelle: Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV

Gesamtmenge der verkauften Antibiotika zur Behandlung von Tieren ist in der Schweiz weiter rückläufig.

Die Gesamtmenge der verkauften Antibiotika zur Behandlung von Tieren ist in der Schweiz weiter rückläufig. Bereits zum zweiten Mal in Folge ist 2017 auch der Verkauf der für die Humanmedizin kritischen Antibiotikaklassen in der Veterinärmedizin deutlich zurückgegangen
Weiterlesen

Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte

Studie zur Versorgungslage in der Schweizer Nutztiermedizin

Aktuell sind in der Schweiz ausreichend Nutztierärzte tätig, damit eine gute Versorgung gewährleistet ist. Engpässe bestehen auf einzelne Regionen begrenzt
Weiterlesen

Bundesrat

Besserer Schutz vor Tierseuchen: Bundesrat revidiert Verordnungen

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 25. April 2018 verschiedene Änderungen von Verordnungen im Bereich Tiergesundheit verabschiedet
Weiterlesen

Schweiz

Nationales Früherkennungs-Programm zur Afrikanischen Schweinepest

Um eine mögliche Ansteckung von heimischen Wildschweinen rasch zu erkennen und eine Ausbreitung in der Wildschweinepopulation zu verhindern, wurde ein nationales Früherkennungsprogramm erarbeitet
Weiterlesen