Breitmaulnashornbulle Kimba verletzte Zebra tödlich

(27.12.2021) Im Zoo Zürich wurde am 24. Dezember 2021 ein Zebra auf der Lewa Savanne derart verletzt, dass es vor Ort verstarb.

Auf der Lewa Savanne im Zoo Zürich kam es um die Mittagszeit zu einem Zwischenfall zwischen zwei Tieren. Der Breitmaulnashornbulle Kimba verletzte den Grevyzebrahengst Sjarlie so stark am Bauch, dass das Zebra vor Ort verstarb.

Zoo Zürich Der Zusammenstoss zwischen den zwei Tieren ereignete sich auf dem für die Zoogäste einsehbaren Winterplatz. Mitarbeitende sperrten den Bereich darauf ab.

«Das ist ein sehr unglücklicher und unschöner Vorfall», sagt Zoodirektor Severin Dressen. «Aber bei allen Vorkehrungen besteht immer ein gewisses Restrisiko, wenn verschiedene Tierarten zusammenleben. Ein so unglücklicher Zusammenstoss wie heute ist die Ausnahme.»

Auf der 2020 eröffneten Lewa Savanne leben mehrere Tierarten miteinander zusammen in der gleichen Anlage: Nashörner, Giraffen, Zebras, Antilopen, Strausse und Hühner.

Durch die Vergesellschaftung müssen sich die einzelnen Tierarten nicht nur innerhalb ihrer eigenen Art organisieren, sondern auch mit den anderen Arten arrangieren.

Für die Tiere ist dies eine sehr wertvolle Anreicherung ihres Alltags. Strukturen in der Anlage mit Bereichen, die nur für einzelne Arten zugänglich sind, bieten den körperlich schwächeren Tieren dabei einen Rückzugsort. Eine vollkommende Sicherheit gibt es aber trotz aller Massnahmen nie im Zusammenleben von Tieren.

Für den Nashornbullen Kimba hat der Vorfall keine Konsequenzen. «Kimba hat gemäss seiner natürlichen Instinkte gehandelt und hatte sicher keine Tötungsabsichten», sagt Severin Dressen. Er wollte das Zebra vermutlich einfach zur Seite schieben und hat es dabei unglücklich erwischt.



Weitere Meldungen

Das neue Zentrum für Artenschutz «Ornis» auf dem Betriebsgelände des Zoo Zürich.; Bildquelle: L3P Architekten

Zentrum für Artenschutz «Ornis» im Zoo Zürich fertiggestellt

Der Zoo Zürich verstärkt sein Engagement im Artenschutz, wie im Entwicklungsplan 2050 festgehalten. Ein wichtiges Etappenziel dafür ist die Fertigstellung des Zentrums für Artenschutz «Ornis»
Weiterlesen

Fischotter-Mutter Lulu mit drei Jungtieren.; Bildquelle: Zoo Zürich, Sandro Schönbächler

Drei Fischotter im Zoo Zürich geboren

Im Zoo Zürich hat das Fischotterweibchen Lulu drei Jungtiere zur Welt gebracht. Sie verbringen die nächsten Wochen in der Wurf- oder Schlafbox. Der Fischotter galt in der Schweiz als ausgestorben. Seit 2009 werden aber wieder vermehrt wildlebende Tiere gesichtet
Weiterlesen

Jungstorchenberingung ; Bildquelle: Zoo Zürich, Laura Gandola

Jungstorchenberingung in Zürich

Am 9. Juni 2021 fand im Zoo Zürich die jährliche Jungstorchenberingung statt. Insgesamt hat der Zoo 25 Störche beringt. Dies sind deutlich weniger als die 40 Jungstörche des letzten Jahres
Weiterlesen

Nashorn-Transportbox; Bildquelle: Zoo Zürich, Cordula Galeffi

Nashornbulle Rami hat den Zoo Zürich Richtung Italien verlassen

Der Nashornbulle Rami hat im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes den Zoo Zürich Richtung Italien verlassen
Weiterlesen

Zoo Zürich

Elefantenjungtier unmittelbar nach der Geburt im Zoo Zürich von der Herde getötet

Das am 19. August 2020 im Zoo Zürich geborene Jungtier der Elefantenkuh Omysha lebt nicht mehr.
Weiterlesen

Schneeleopard Villy; Bildquelle: Zoo Zürich, Enzo Franchini

Zoo Zürich: Schneeleopard Villy gestorben

Der Zoo Zürich musste am Montag, 3. August 2020, das Schneeleopardenmännchen Villy einschläfern. Villy litt seit längerer Zeit an Altersgebrechen
Weiterlesen

Zoo Zürich

Tödlicher Unfall mit Amurtiger im Zoo Zürich

Am 4. Juli 2020 wurde im Zoo Zürich eine Tierpflegerin von einem Amurtiger tödlich verletzt. Wie es zum tragischen Vorfall gekommen ist, wird untersucht
Weiterlesen

Zoodirektor Alex Rübel (l.) und Zooverwaltungsratspräsident Martin Naville (r.) überreichen TGZ-Präsidentin Claudia Poznik den «Zoo-Oscar» 2020; Bildquelle: Zoo Zürich, Kurt Balmer

Zoo Zürich Geschäftsjahr 2019

Der Zoo Zürich hat ein erfreuliches Geschäftsjahr 2019 hinter sich. Das laufende Jahr ist aufgrund der Corona-Pandemie eine Herausforderung
Weiterlesen