Baubeginn für neues Besuchszentrum in Sempach

(24.08.2013) Die Schweizerische Vogelwarte Sempach möchte ihre Begeisterung für die Vogelwelt an die ganze Bevölkerung weitergeben. Mit dem neuen Besuchszentrum entsteht eine neue Attraktion am Sempachersee als Ausflugziel und Lernort für die Bevölkerung aus dem ganzen Land.

Die Bauzeit für das bauökologisch wegweisende Lehmhaus wird 20 Monate betragen, die Eröffnung ist für Frühling 2015 geplant.

Mit grossen Vogeleiern, die zum Auftakt der Bauarbeiten auf dem Baugelände im Rahmen einer „Grund-Ei-Legung“ abgelegt wurden, bringt die Vogelwarte symbolisch zum Ausdruck, dass das Projekt Besuchszentrum eine runde Sache werden wird.


So wird das Besuchszentrum der Vogelwarte von der Seeseite her aussehen: Die beiden Gebäudeteile aus Lehm sind durch einen Zwischentrakt aus Holz und Glas verbunden (Visualisierung: raumgleiter GmbH).

Ermöglicht wurde dieses für die Vogelwarte epochale Vorhaben dank zahlreichen grosszügigen Donatoren, allen voran die Schweizerische Eidgenossenschaft, der Kanton Luzern, viele weitere Kantone, die Albert Koechlin Stiftung, die Fondation Hans Wilsdorf und der Dr. Charles und Klara Hadorn-Gschwend-Fonds.

Einen wesentlichen Beitrag an das grosse Projekt leisteten aber auch zahlreiche Gönnerinnen und Gönner mit zweckbestimmten Spenden sowie die Standortgemeinde Sempach. „Dieser breite Rückhalt und die grosse Unterstützung sind grossartig“ freut sich Stiftungsratspräsident Richard Maurer.

Flaggschiff für Umweltbildung

Das neue Besuchszentrum soll dazu beitragen, Interesse und Freude an der einheimischen Vogelwelt zu wecken und für deren Schutzwürdigkeit zu werben. Das Konzept sieht mehrere Attraktionen vor, darunter eine multimediale Erlebnisausstellung und eine „SingFonie“ zum Thema Vogelstimmen.

Im neuen Besuchszentrum wird auch die Vogelpflegestation in moderner, zweckmässiger Form untergebracht sein, was der stark gestiegenen Zahl von gefiederten Patienten Rechnung trägt.

Ökologische Pionierleistung

Die neue Attraktion wird gleich in doppelter Hinsicht Pioniercharakter haben. Erstens wird das dreistöckige Gebäude im Wesentlichen aus den Naturstoffen Lehm und Holz errichtet und dabei die strengen bauökologischen Kriterien des Labels Minergie P-eco erfüllen.

Zweitens wird die Fläche, auf der heute die Vogelwarte steht, nach deren Rückbau naturnah gestaltet. Der sensible Seeuferbereich wird in diesem Bereich ökologisch aufgewertet.

Trotz der jetzt einsetzenden Bauarbeiten wird der grösste Teil der jetzigen kleinen Ausstellung noch bis Herbst 2014 für Besucherinnen und Besucher geöffnet bleiben.



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