Amurtigermännchen Coto musste eingeschläfert werden

(29.08.2016) Im Zoo Zürich musste am 23. August 2016 das Amurtigermännchen Coto im Alter von 14 Jahren euthanasiert werden.

Der Amurtiger litt an schweren Verdauungsproblemen mit Durchfall und Erbrechen und verlor drastisch an Gewicht. Mehrere Untersuchungen in Narkose mit Ultraschall, Röntgen und Magenspiegelung liessen eine Entzündung im Magen vermuten. Die Blutwerte zeigten zudem sehr schlechte Nierenwerte.


Amurtiger Coto

Weil die Medikamente keinerlei Wirkung zeigten und Coto trotz intensiver Pflege und Betreuung durch den Tierarzt und die Tierpfleger in den letzten zwei Wochen kontinuierlich schwächer und apathischer wurde, wurde bei der letzten Untersuchung schliesslich schweren Herzens beschlossen, ihn nicht mehr aus der Narkose aufzuwecken.

Coto war ein waschechter Zürcher. Er kam am 5. Juni 2002 im Zoo Zürich zur Welt, als Sohn von Kora und Nurejev.

Weil Kora keine Milch hatte und sich nicht richtig um Coto kümmerte, wurde der kleine Tiger in den ersten Lebenswochen von Prof. Dr. med. vet. Jean-Michel Hatt aufgezogen, dem Tierarzt des Zoo Zürich.

Zurück bei den Eltern kümmerte sich später vor allem sein Vater Nurejew um ihn. 2010 erhielt Coto das Tigerweibchen Elena zur Partnerin.

Die beiden hatten 2011 ihren ersten und einzigen Nachwuchs: die beiden Katzen Liska (lebt heute in Frankreich) und Luva (lebt heute in Italien) und den Kater Lailek (2015 in Hamburg verstorben). Coto war ein ausgesprochen umgänglicher und gutmütiger Tiger.

Cotos Partnerin Elena ist nun vorläufig allein. Wann und woher sie allenfalls einen neuen Partner erhält, wird zusammen mit den Koordinatoren des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP für Amurtiger geklärt.



Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

WWF

Russlands Tiger auf dem Vormarsch: Bestandszahlen von Amur-Tiger auf 75-Jahres-Hoch

Die Amur-Tiger im Fernen Osten Russlands haben sich deutlich erholt. Wie der WWF mitteilt, ist der Bestand der bedrohten Großkatzen aus der Amur-Region in den vergangenen zehn Jahren auf rund 510 Tiere gewachsen. Bei der vorherigen Zählung 2005 wurden noch knapp 60 Exemplare weniger gezählt
Weiterlesen

WWF

27 wilde Tiger leben derzeit in ganz China

Chinas Präsident Xi Jinping kündigte auf dem jüngsten Volkskongress die Verstärkung des Schutzes der letzten 27 wild lebenden Amur-Tiger an. Bisher wurden seit 2010 nur 20 Tiere gezählt
Weiterlesen

WWF

Russland: Tierschmuggel wird zum Verbrechen erklärt

Das russische Parlament hat in seiner dritten Lesung Gesetzesänderungen beschlossen, wonach Wilderei und der Handel mit seltenen Tierarten zum Verbrechen erklärt werden. Der WWF hat sich mehr als zehn Jahre für diese Gesetzesverschärfungen im russischen Strafrecht eingesetzt
Weiterlesen

Magazin

Firmennews

Neuerscheinungen