Änderung des Tierseuchengesetzes

(22.10.2012) Der Bundesrat und das Parlament empfehlen, die Änderung des Tierseuchengesetzes anzunehmen

BVET Der verstärkte Tier-, Waren- und Personenverkehr in und aus aller Welt erhöht das Risiko einer Einschleppung von neuen Tierkrankheiten und -seuchen in die Schweiz.

Damit die heute gute Gesundheit der Schweizer Tiere dadurch nicht gefährdet wird, hat das Parlament das Tierseuchengesetz revidiert. Dank dieser Revision kann der Bund in der Tierseuchenprävention eine Führungsrolle übernehmen und sich auch finanziell beteiligen.

Sollte dennoch eine Seuche zu bekämpfen sein, kann er zum Wohle der Tiere und der Gesundheit der Menschen eine stärkere Rolle spielen und schnell handeln. Der Bundesrat und das Parlament befürworten die Revision.

Seit dem Erlass des Tierseuchengesetzes 1966 hat sich das nationale und internationale Umfeld verändert. Durch den zunehmend internationalen Tier-, Waren- und Personenverkehr ist das Risiko zur Einschleppung von neuen Seuchen deutlich gewachsen und der heute gute Gesundheitszustand unserer Tiere kann bedroht werden.

Daneben können Tierseuchen zu enormen wirtschaftlichen Schäden führen und einige können auch die Gesundheit des Menschen gefährden. Nur eine wirksame Prävention hilft, Gefahren früh zu erkennen und im Ernstfall die nötigen Massnahmen effizient umzusetzen.

Die Führungsrolle des Bundes bei der Tierseuchenprävention soll deshalb gestärkt werden. So soll der Bund z.B. Früherkennungs- und Überwachungsprogramme durchführen oder Impfstoffe künftig gestützt auf das Tierseuchengesetz finanzieren können.

Eine gute Tiergesundheit ist volkswirtschaftlich von grosser Bedeutung. Denn gesunde Tiere sind Voraussetzung für die Produktion von sicheren Lebensmitteln tierischer Herkunft. Die Herausforderung der nächsten Jahre wird es sein, diese gute Gesundheit zu bewahren.

Mit der Revision des Tierseuchengesetzes können die Nutztierhaltenden und letztendlich auch die Konsumenten von einer gesamtschweizerischen Prävention profitieren.

In einem Seuchenfall wird die Schweiz schneller und schlagkräftiger handeln können. So geht beim Ausbruch einer hochansteckenden Seuche keine wertvolle Zeit zur Eindämmung der Seuche und zur Schadensbegrenzung verloren.

Das Tierseuchengesetz wird zudem in verschiedenen weiteren Punkten verbessert oder aktualisiert.

So wird unter anderem das Verbot des Hausierhandels auf alle Tiere ausgedehnt. Damit wird beispielsweise der Verkauf von Hundewelpen auf Parkplätzen verboten und strafrechtlich verfolgt.

Dieser unkontrollierte Handel mit Hundewelpen hat stark zugenommen und stellt ein beträchtliches Risiko dar, da die Welpen häufig aus Tollwutrisiko-Ländern stammen und nicht geimpft sind.

Der Bundesrat und das Parlament empfehlen, die Änderung des Tierseuchengesetzes anzunehmen



Artikel kommentieren

Weitere Meldungen

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen

Fall von atypischer BSE in der Schweiz

In der Schweiz ist ein Fall von atypischer Boviner Spongiformer Enzephalopathie (BSE) – auch Rinderwahnsinn genannt – aufgetreten
Weiterlesen

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)

Tierschutz und Fleischkontrolle in Schlachtbetrieben: Grössere Anstrengungen sind nötig

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat im Rahmen seiner Oberaufsicht zehn Prozent der Schlachtbetriebe der Schweiz und von Liechtenstein auf die Einhaltung des Tierwohls und die Durchführung der Fleischkontrolle überprüft
Weiterlesen

Schweiz

Aus Rumänien eingeführte Hunde im Kanton Zürich beschlagnahmt

Im Kanton Zürich sind fünf aus Rumänien eingeführte Hunde beschlagnahmt worden. Die Begleitdokumente waren ungültig. Die über Internet vermittelten Hunde hätten auf einem Parkplatz den neuen Besitzern übergeben werden sollen
Weiterlesen

Schweiz

Die Massnahmen der Strategie Antibiotikaresistenzen zeigen erste Erfolge

Die Schweiz ist gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft gefordert, die Zunahme der Resistenzen zu minimieren und deren Übertragung und Verbreitung einzuschränken.
Weiterlesen

Schweiz

Revision der Tierseuchenverordnung: Verstärkter Kampf gegen Moderhinke

Die Moderhinke ist eine schmerzvolle Klauenkrankheit bei Schafen, die in der Schweiz weit verbreitet ist
Weiterlesen

Schweiz

Konferenz zu Artenschutzabkommen in Genf: die Schweizer Delegation zieht Bilanz

In Genf ist am 28. August 2019 die 18. Konferenz der Vertragsparteien des Artenschutzabkommens CITES zu Ende gegangen.
Weiterlesen

Schweiz

Tierverkehrsdatenbank für Schafe und Ziegen - Nachmarkierung von Schafen und Ziegen ab sofort möglich

Die Aufzeichnung des Tierverkehrs ist für die wirksame Tierseuchenbekämpfung sowie für die Sicherheit von Lebensmitteln tierischer Herkunft von grosser Bedeutung
Weiterlesen

Schweiz

Bericht zur Überwachung von Zoonosen und lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen 2018

Im Bericht zur Überwachung von Zoonosen und lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen werden die häufigsten Zoonosen zusammenfassend aufgeführt
Weiterlesen